Nachrichten April 2010
McElburg stellt sich vor
Di, 27.04.2010
McElburg stellt sich vor
"Kürze...kann relativ sein" schrieb hier Eisenherz ganz zu Anfang um endlich einen Beitrag von mir zu erhalten 
Warum "McElburg"
ein Alias "McElburg" ist der erfolgreiche Versuch meinen Familiennamen für Schotten sprechbar zu machen und wurde vor 20 Jahren in einem schottischen Pub würdigend zelebriert.
Radsportlicher Hintergrund
Als Liegeradfahrer (seit 1992) komme ich aus der Randonneur-Ecke, mit einer starken Neigung zu Brevets, die mindestens eine Nacht beinhalten und ohne Support gefahren werden.
Paris-Brest-Paris 2007, eine Radreise in 2008 mit 28 aneinandergereihten 200er sind meine bisher interessantesten Langstrecken gewesen.
Velomobile
Mein derzeitiges Trainingsgerät ist ein Quest (gelb) und wird demnächst durch einen ultraleichten Milan SL (Rohkarosse im Bildhintergrund) abgelöst. In Zusammenarbeit mit dem Räderwerk Hannover (Jens und Helge), Eggert Bülk und meinem Arbeitgeber (Kugelmann-Maschinenbau) entsteht ein kleines "technisches Wunderwerk" das allerdings erst noch funktionieren muss...
24h / 1109km sind das Ziel
24 Stunden durchzufahren mit ordentlich Druck sind nicht das Problem für einen Randonneur. Schon eher die Monotonie des DEKRA-Ovals und das Fahren mit Haube und Helm, davor habe ich grössten Respekt und Bedenken.
Generell gehört für eine solche Zielsetzung eine ordenliche Portion Glück. Das Wetter, der Körper, die Psyche, die Technik, die Ernährung und auch der Steckenzustand an jenem Wochenende, alles muss zusammen harmonieren, ansonst wirds sehr zäh...
McElburg ohne Pedale
Meine "Brötchen" verdiene ich als 42-jähriger Vater dreier Töchter als Maschinenbauingenieur in einem quirligen und sehr kreativem Firmenumfeld. Dies und meine Veloambitionen verlangen meiner Familie sehr viel Geduld ab. Zum Glück habe ich zuhause eine sehr kompetente "Familienmanagerin" die mir den Rücken freihält.
Auch mein Dank gilt dem DropLimits-Team und der DEKRA für diese Unterstützung, Leute das wird ein spannendes Wochenende!
Dekra Rekordwochenende ein Multi-Event?
Di, 20.04.2010 von Christian v. Ascheberg
Das Rekordwochende zum Monatswechsel Juli/August wird noch durch eine zusätzliche Veranstaltung aufgewertet, die am gleichen Wochenende aber vor unserem Event laufen soll. Um Dekra nichts vorwegzunehmen halte ich mich etwas zurück. Um einen Rekord (Motorsport), wird es dabei wohl auch gehen.
Wir selbst wollen Medien einschalten und Dekra wird das auch tun. Und bei dem, was ansteht ist damit zu rechnen, das die Medien der Einladung folgen werden.
Dekra hat diesen Termin bewußt an unseren drangehängt, so habe ich das verstanden.
Subjektiver Bericht zum EVO R
Mo, 19.04.2010 von Jörg Basler
Subjektiver Bericht zum EVO R
Vergangen Samstag hat Daniel mich ein zweites Mal in Münster besuchen wollen. Das Wetter war Königs- wenn nicht gar Kaiserwetter und ich erfasste die Gelegenheit beim Schopf ein paar Fotos zu machen. Dazu verabredet ich mich mit Daniel am Longinusturm in den Baumbergen, zwischen Havixbeck und Billerbeck. Als kompetente Hilfe holte ich mir noch Karsten Dobrzewski dazu. Das ganze wurde ein wenig zum Spontanitätstest für alle Beteiligten, weil mein Zeitfenster vergleichsweise klein war (2 Stunden). Das konnte man gut merken, als es Daniel endlich zu uns geschafft hatte. Endlich? Er war ja nur 15 min "zu spät".
Daniel wollte erstmal Pause machen und von seinem Werk erzählen. Ich wollte unbedingt Fotos haben und drängelte gleich. Mir war klar, dass das vorgesehen Programm nicht in wenigen Minuten erledigt war ... Daniel war das nicht klar ... er wusste ja von was ihm blühte :-). Daniel zögerte aber keinen Moment und machte sich nach Anreise brav ans Werk. Karsten und ich hatten schon ein paar Ideen und einige Positionen zum Fotografiern ausprobiert.
Nach dem ersten "Shooting", fahrend, gönnte ich Daniel erstmal ne Pause. Ich hatte Kuchen und Bier :-) organisiert und es fand sich endlich ein wenig Zeit zum Quatschen. Kartsen und ich bewundert das neue Fahrzeug. Ein wirklich schmuckes Teil mit Details und einer Fertigungsqualität, die man woanders vergeblich sucht. Man merkt dem Rad sehr gut an, das es von seinem Fahrer konstuiert und gebaut wurde und das dieser kein Mann der halben Sachen ist. Es ist schön, leicht und stabil
Bevor wir uns "fest zu quatschen" drohten mahnte ich zum Weitermachen. Daniel wollte aber gern, dass ich sein "Baby" auch mal ausprobiere. {joomplu:115}Das passte mir zunächst gar nicht. Zum einen lief mir die Zeit davon, zum anderen kenne ich mein "Sucht"-problem bei guten Liegen :-). Lange Rede kurzer Sinn, ich stieg ein. Natürlich waren meine Beine mal wieder nicht lang genug. Das kannte ich bedauerlicher Weise schon von diversen Vectoren etc.. Nie passten mir die geilen Fahrzeuge und ich konnte nie ein echtes Highspeedbike Probefahren )-:. Hier konnte ich wenigstens nicht umkippen und zumindest die Karosse war mal nicht 3 Nummern zu groß. Etwas zu lang nach vorn, aber sonst sehr angenehm ... passend halt.
Ein paar hundert Meter fuhr ich, weit im Sitz nach vorn gerutscht, auf einer mir wohl bekannten Strecke. Die Lenkung sehr direkt, angenehm. Was will Daniel da noch verbessern? Das Fahrverhalten dem WAW sehr ähnlich, aber präziser, irgendwie "strammer". Dann zurück die kleine Steigung wieder hoch. Mist wenn man berghoch auf der Vorderkante des Sitzes sitzt und keinen Halt im Rücken findet. Naja, ist ja nicht die erste Liege die ich fuhr und irgendwie fand ich eine akzeptable Sitzposition. Was mich erstaunte ist der Blick auf´s GPS. Ich fuhr ja dort nicht zum ersten Mal hoch. Der Tacho zeigte ohne dass das Fahrzeug mit passte und mit Turnschuhen auf Lookpedalen 24,8km/h. Jetzt war es passiert. Der "Wurm" kroch in meinem Hirn. Was ginge erst, wenn alles passt und ich eingeklickt wäre?. Die knapp 20kg, die sehr ausgewogen Tretlagerposition und die enorme Steifigkeit wird in Zukunft wohl noch der ein oder andere Mitstreiter im Rennen bewundern. Mit großer Wahrscheinlichkeit von hinten.
1. Beitrag
Mo, 19.04.2010 von Jörg Basler
1. Beitrag
Hallo an alle Interessierten!
Bin angehalten worden ein bisschen zu schreiben was ich so treibe.
Gestern musste ich dringends wieder mal Fahren um nicht die Fitness zu stark zu gefährden.
Das ich im Moment bei Beyss bin könnten alle Interessierten wissen.
Habe also gestern sozusagen die erste richtige Jungfernfahrt gemacht. Gequält habe ich es schon vorher. Wie z.B. am Limit in der Kurve durch Schlaglöcher oder von höheren Absätzen gesprungen. Ist mir einfach wichtig das mein Fahrzeug hält. Ich brauche einfach Vertrauen in mein Fahrzeug. Schließlich möchte ich deutlich die 120 knacken. Natürlich nur Bergab.
Bin zu Jörg gefahren. Die daraufhin wie die verrückten Fotos gemacht haben. Ist jetzt nicht so mein Ding da mit darauf zu sein.
Das Fahrzeug ist er etwas schneller als erhofft. Bisher kann ich nur ohne Dach und mit einer nicht optimalen Scheibe berichten. Leider ist noch keine neue Scheibe vor Ort. Es ist zwar die gleiche aber sie wird an anderer stelle ausgeschnitten.
Bei leichten Gegenwind um die 180 Watt bei 49km/h.
Wenn es rennfertig ist gehe ich von 54-56 Kilometer die Stunde bei 180 Watt. aus.
Der Tiller ist aber noch alles andere als Perfekt. Der macht mir viel Kopfzerbrechen. Habe mir aber noch nicht so richtig darüber den Kopf zerbrochen. Werde auf Panzerlenkung umsteigen. Habe mir bei diesem Projekt schon manches mal nicht richtig schlafen können.
Heute die zweite Dachhälfte der Form gemacht, wie auch das Tretlager und Kurbeln nochmal etwas an breite Rippen können Der Q-Factor liegt jetzt bei 142mm. Allerdings müsste man noch die Pedalen mit abziehen den die mussten wie eigentlich alles dran glauben.
Einfach Toll mal eine Drehbank in der Wohnung zu haben.
Gruß Daniel
Meine Gedanken zu unserem Team
Do, 15.04.2010 von Jörg Basler
Meine Gedanken zu unserem Team
Unser Team soll Energien im Bereich der Liegerad-/ Velomobilrekordfahrten zusammenführen. Wir wollen ein Netzwerk bilden, das letztlich dazu dient schnelle Fahrzeug zu bauen, die nur mit Muskelkraft angetrieben werden. Der Unterschied zu bisherigen Teams liegt wahrscheinlich in der Herangehensweise. Wie haben nicht den Rekord ausschließlich im Fokus, unsere Fahrzeuge sollen auch noch einen Nutzwert über den Rekord hinaus haben.
Diesen Ansatz hat Christian Aschberg bisher allein verfolgt. Damit war er allen Unkenrufen zum Trotz (zu alt, Fahrzeug nicht Rekordtauglich ...) 2009 erfolgreich und holte sich mit 1069km in 24h den Weltrekord.
Ein weiterer Unterschied ist das die meisten Teams bisher eher im Verborgenen agiert haben. Das fand ich schon immer schade. Es hat natürlich auch Vorteile "im Stillen" zu arbeiten. Man setzt sich nicht unter den Druck der Öffentlichkeit, man kommt so auch nie in Erklärungsnot. Dieser öffentliche Auftritt birgt durchaus Risiken und auch zusätzliche Aufgaben. Der öffentliche Auftritt bindet nicht unerhebliche Kräfte, die andere lieber direkt und ausschließlich in ihr Rekordprojekt investieren. Das "Minenfeld" zwischen eigenem Anspruch, Anspruch der Sponsoren und Anspruch der Öffentlichkeit bleibt überschaubarer und leichter kontrollierbar. Nicht zuletzt erfolgt dann auch das Scheitern im Verborgenen.
Wir erhoffen uns von unserer Teamidee Synergien die den Mehraufwand rechtfertigen.
Dekra-Rekordwochenende 2010
Mi, 14.04.2010 von Christian v. Ascheberg
Regeln zum DekraEvent 2010
1. Wer kann mitmachen?
Jeder der mit einem Fahrrad, egal ob Liegerad oder Rennrad, sich zutraut einen Rekord gemäß eines vorliegenden und existierenden Reglements zu brechen. Ein Leistungsnachweis ist nicht erforderlich. Es bedarf einer Anmeldung in formloser Form, wenn man teilnehmen möchte an ascheberg@droplimits.de
1.1. Zuschauer
Wir haben uns als Offizielle, als Fahrer, Betreuer und Zuschauer an Regeln zu halten. Jeder Besucher des Testgeländes muss das Einhalten der Dekra-Regeln vor Ort unterzeichnen. Von daher sind Zuschauer willkommen, aber nur angemeldete. Eine Anmeldung bei mir ist unter christian@vonAscheberg.de möglich.
Für Zuschauer ist keine Betreuung und kein Aufpasser geplant. Die Fahrer werden versuchen sich auf ihren Ritt zu konzentrieren.
2. nach welchen Regeln wird gefahren?
HPV (IHPV, WRRA, WHPVA), UMCA.
http://www.ultracycling.com/records/recordsintro.html
Es handelt sich nicht um eine "private Ausfahrt", sondern um offizielle Rekorde.
3. Kann die Strecke gestestet werden
ich will versuchen da etwas zu ermöglichen, halte das aber für nicht erforderlich. Der Belag ist glatt, die Strecke breit und lang genug für viele Fahrzeuge.
4. wie ist der Ablauf
geplant ist nachmittags zu starten um frisch in der Nacht für die lange Distanz zu sein. Stundenrekorde werden auf der mittleren und äußeren Spur gefahren. In diesem Zeitfenster müssen die langsameren Fahrzeuge innen fahren.
5. gemessen wird mit Transpondern
die Strecke ist 5 km lang. Bei jeder Durchfahrt wird die Zeit gespeichert für den jeweiligen Fahrer. Wir hoffen wieder auf die NVHPV-Transponder der Holländer zurückgreifen zu können.
6. Kosten
die eigenen Kosten der Fahrer und der Betreuer sind selbst zu finanzieren. Weitere Kosten hoffen wir aus einem Spendenbudget abzufangen. Dies könnten Anreise und Unterkunft der Offiziellen, sowie Kosten im Zusammenhang mit der Zeitmessanlage sein. Letztes Jahr habe wir das kostenlos hinbekommen. Das ist wieder unser Ziel.
7. Licht
die Strecke ist nachts unbeleuchtet. An das Ende der Geraden werden wir Positionslichter setzen. Die Kurveninnenseite wird mit Grablichtern beleuchtet sein. Das Fahrrad braucht selbst ein Rücklicht, damit es von hinten zu erkennen ist (zu hell wäre eher störend). Für das Licht vor dem Rad sollte ein Scheinwerfer montiert sein. Bei der aktuellen Teilnehmerzahl ist die Ausleuchtung der Strecke durch einen hinterherfahrenden Pkw kritisch zu sehen. Was dann möglich ist (Gefahr + Beeinträchtigung) entscheiden die Observer vor Ort.
8. Fotos und Medien
Fotos/Medien auf dem Testgelände dürfen nur mit Zustimmung von Dekra gemacht werden. Wer fotografiert stimmt zu, das Dekra, die Fahrer, Offiziellen und die Betreuer die Bilder zu eigenen Zwecken verwenden dürfen, aber nicht verkaufen dürfen. Das gilt nicht für geladene Presse.

